Wer kennt das nicht? Man sitzt gespannt am Mattenrand oder fiebert vor dem Bildschirm mit, wenn im Judo ein entscheidender Moment kommt und plötzlich der Pfiff ertönt – eine Wertung, die man im ersten Moment vielleicht nicht ganz nachvollziehen kann.
Als jemand, der selbst unzählige Stunden auf der Matte verbracht und viele Wettkämpfe miterlebt hat, weiß ich genau, wie frustrierend solche unklaren Entscheidungen sein können.
Gerade in unserem dynamischen Sport, wo sich die Internationalen Judo-Föderationsregeln (IJF) ständig weiterentwickeln, um Fairness und Spannung zu optimieren, ist es entscheidend, auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Ich verrate euch alles, was ihr über die aktuellen Kampfrichterregeln wissen müsst, damit ihr jede Entscheidung im nächsten Kampf versteht und den Judosport noch intensiver erleben könnt!
Als langjähriger Judoka und jemand, der unzählige Stunden auf der Matte verbracht hat, habe ich schon so einige Regeländerungen miterlebt. Manchmal fragt man sich ja, ob die IJF (International Judo Federation) einen auf Trab halten will, aber im Grunde geht es immer darum, unseren Sport fairer, dynamischer und für Zuschauer noch spannender zu machen.
Und genau das finde ich auch gut! Deshalb habe ich mich für euch mal durch die neuesten IJF-Regeln und deren Interpretationen gewühlt, damit ihr bei den nächsten Kämpfen genau wisst, was Sache ist und keine Entscheidung mehr ein Rätsel bleibt.
Wir wollen ja, dass alle das Judo in seiner ganzen Komplexität genießen können!
Der Judogi-Check: Mehr als nur ein Look

Hand aufs Herz: Wer hat sich nicht schon mal über einen zu lockeren Gürtel oder einen nicht optimal sitzenden Anzug geärgert? Oder als Zuschauer die Augen verdreht, wenn der Kampf wegen eines unordentlichen Judogis unterbrochen wurde? Die IJF hat hier ganz klar nachjustiert, und ich finde das persönlich super, denn es sorgt für mehr Fluss im Kampf. Ab dem 1. Januar 2025 gelten die neuen Judogi-Regeln der IJF auch im Deutschen Judo-Bund (DJB) in allen Altersklassen ab U15. Das heißt, der Anzug muss nicht nur gut aussehen, sondern auch bestimmte Maße einhalten. Das ist wichtig, damit kein Kämpfer durch einen zu engen oder zu weiten Anzug einen unfairen Vorteil hat. Ich erinnere mich an einen Kampf, bei dem der Gegner meiner Trainingspartnerin einen so lockeren Ärmel hatte, dass ein Griff fast unmöglich war – das war frustrierend und verhinderte einen fairen Kampf. Solche Dinge sollen jetzt der Vergangenheit angehören.
Richtig sitzen, richtig kämpfen
Die Jacke muss jetzt das Gesäß vollständig bedecken und vorne wie hinten gleich lang sein. Das wird sogar mit einem speziellen Messgerät, dem Sokuteiki, überprüft. Auch der Gürtelbereich hat eine neue Vorgabe: Der Kreuzpunkt auf Gürtelhöhe liegt jetzt bei 25 cm, statt wie bisher bei 20 cm. Und mal ehrlich, wie oft musste ich selbst schon meinen Gürtel neu binden? Dafür gibt es jetzt auch eine klare Regelung: Das Ordnen von Judogi oder Haaren ist pro Judoka und Kampf nur einmal erlaubt. Macht man es öfter, gibt’s ein Shido. Das finde ich gut, denn es verhindert unnötige Pausen und hält den Fokus auf dem eigentlichen Kampfgeschehen. Mir ist schon oft aufgefallen, dass manche Kämpfer das Gürtelbinden fast schon als taktisches Mittel genutzt haben, um eine Verschnaufpause zu bekommen. Damit ist jetzt Schluss!
Vorkontrolle für entspannte Wettkämpfe
Was viele vielleicht gar nicht wissen: Es gibt jetzt sogar die Möglichkeit einer Vorabkontrolle des Judogis ab zwei Tagen vor dem Wettkampf. Das ist eine tolle Sache, denn so kann man im Vorfeld abklären, ob alles passt und muss am Wettkampftag keine bösen Überraschungen erleben. Ich finde, das nimmt viel Druck raus und sorgt dafür, dass sich die Athleten voll auf ihre Leistung konzentrieren können, anstatt sich Gedanken über ihren Anzug zu machen. Es geht schließlich um den Sport und nicht um eine Modenschau.
Werfen, Halten, Siegen: Die neuen Wertungen
Ah, die Wertungen! Das Herzstück jedes Judokampfes. Hier gab es in den letzten Jahren immer wieder Diskussionen, aber die neuesten Anpassungen finde ich wirklich spannend und sinnvoll. Der Kern bleibt: Ippon beendet den Kampf sofort, Waza-ari ist die zweithöchste Wertung. Aber es gibt da ein paar Nuancen, die den Unterschied machen können. Als jemand, der schon unzählige Stunden auf der Matte verbracht und geworfen wurde, weiß ich genau, wie wichtig es ist, die Kriterien für eine Wertung zu verstehen. Manchmal fühlt es sich nach einem perfekten Wurf an, und dann kommt doch nur ein Waza-ari – das ist dann schon ärgerlich!
Ippon und Waza-ari: Was zählt wirklich?
Ein Ippon ist der Traum jedes Judoka: Ein sauberer Wurf mit Kraft, Geschwindigkeit und Kontrolle, der den Gegner deutlich auf den Rücken bringt. Oder ein Haltegriff für 20 Sekunden. Das ist unverändert. Beim Waza-ari hingegen, der zweithöchsten Wertung, gab es ein paar präzisere Definitionen. Es geht darum, dass der Gegner auf die Seite oder auf eine Schulter und den oberen Rücken fällt, aber nicht alle vier Ippon-Kriterien (Kraft, Geschwindigkeit, Kontrolle, auf den Rücken) erfüllt sind. Was ich besonders wichtig finde: Die Position der Beine ist jetzt ein Hilfsmittel zur Bewertung. Wenn die Beine beim Landen nach vorn überschlagen, deutet das eher auf eine Landung Richtung Bauch hin und wird dementsprechend bewertet. Und, was viele vielleicht freuen wird: Der Yuko kehrt zurück! Ab 2025 wird der Yuko in der Bodenarbeit (Ne-waza) nach fünf Sekunden Haltezeit vergeben. Das ist eine super Neuerung, denn es wertet die Bodenarbeit auf und gibt den Kämpfern eine zusätzliche strategische Option, um Punkte zu sammeln. Ich habe das Gefühl, dass dadurch noch mehr Dynamik in die Ne-waza-Phasen kommt, was den Sport für Zuschauer noch fesselnder macht.
Waza-ari Awasete Ippon: Der doppelte Triumph
Die Regel “Waza-ari Awasete Ippon”, also zwei Waza-ari ergeben einen Ippon, ist wieder voll im Spiel! Das bedeutet, dass man nicht zwingend den perfekten Ippon-Wurf landen muss, um vorzeitig zu gewinnen. Zwei gute Techniken können genauso entscheidend sein. Ich finde diese Regel genial, weil sie den Kampf bis zur letzten Sekunde spannend hält. Man hat als Kämpfer immer das Gefühl, dass noch alles drin ist, selbst wenn der direkte Ippon nicht gelingen will. Es ist ein toller Anreiz, konstant gute Techniken zu zeigen und nicht nur auf den einen, großen Wurf zu warten. Bei uns im Verein sprechen wir oft darüber, wie wichtig es ist, auch für Waza-ari zu gehen, um sich diese Option offen zu halten.
Strafen und Fairplay: Wenn der Kampfrichter eingreift
Strafen sind im Judo ja immer so eine Sache. Keiner mag sie, aber sie sind absolut notwendig, um Fairplay zu gewährleisten und gefährliche Aktionen zu unterbinden. Die IJF hat hier in den letzten Jahren immer wieder versucht, die Balance zu finden, und ich muss sagen, die aktuellen Anpassungen sind meiner Meinung nach sehr ausgewogen. Es geht darum, den “Geist des Judo” zu bewahren und den Fokus auf positive, angreifende Aktionen zu legen. Ich habe schon so viele Kämpfe gesehen, die durch taktisches Zögern oder unerlaubte Griffe verlangsamt wurden. Das ist weder für die Athleten noch für die Zuschauer schön.
Shido und Hansoku-make: Klare Grenzen
Es gibt nach wie vor zwei Hauptkategorien von Strafen: Shido für kleinere Verstöße und Hansoku-make für schwerwiegende. Die größte Änderung ist, dass bereits das dritte Shido zu einem Hansoku-make und damit zur Disqualifikation führt. Früher waren es vier Shidos, was den Kampf manchmal unnötig in die Länge gezogen hat. Diese Verschärfung finde ich gut, denn sie zwingt die Judoka dazu, aktiver zu sein und von Anfang an auf saubere Techniken zu achten. Auch bestimmte Griffe, die früher sofort bestraft wurden (wie der Pistolengriff oder Taschengriff), sind jetzt unter bestimmten Bedingungen erlaubt, solange sie für positive Angriffe genutzt werden. Das ist super, denn es gibt den Athleten mehr Spielraum und Kreativität im Kumi-kata. Aber Vorsicht: Wird ein Griff negativ oder defensiv eingesetzt, folgt sofort ein Shido. Das Greifen in die Hose bleibt größtenteils verboten und wird mit Shido geahndet. Eine weitere wichtige Neuerung: Absichtliches Verlassen der Kampffläche in Tachi-waza und Ne-waza wird jetzt als “Mate!” gewertet. Das ist eine subtile, aber wichtige Änderung, die sicherstellt, dass der Kampf so weit wie möglich innerhalb der Grenzen bleibt und nicht durch ständiges Hinausdrängen unterbrochen wird. Mir gefällt, dass der Kampfrichter jetzt mehr in die Rolle des Lenkers schlüpft, der den Kampf sauber und flüssig halten will, anstatt nur Strafen zu verteilen.
Gefährliche Techniken: Sicherheit geht vor
Ganz klar im Fokus steht immer die Sicherheit der Athleten. Gefährliche Techniken, wie das sogenannte “Diving” (direktes Eintauchen mit dem Kopf in die Matte bei einem Wurf), werden weiterhin mit Hansoku-make bestraft. Auch Armhebel (Kansetsu-waza) oder Würgetechniken (Shime-waza) im Standkampf, die mit hohem Verletzungsrisiko verbunden sind, können direkt mit Hansoku-make geahndet werden, wenn Uke keine Fluchtmöglichkeit hat. Bei uns im Training wird immer wieder betont, wie wichtig es ist, die Kontrolle zu behalten und die Gesundheit des Partners nie zu gefährden. Diese Regeln spiegeln das auch im Wettkampf wider. Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass die Kampfrichter hier konsequent durchgreifen, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Es geht ja darum, sich sportlich zu messen und nicht, den Gegner zu verletzen.
Der Goldene Punkt: Entscheidungen im Golden Score
Der Golden Score – die Verlängerung, die Adrenalin pur verspricht! Manchmal fühlt es sich an, als würde die Luft zum Schneiden dünn, wenn die reguläre Kampfzeit abgelaufen ist und der Kampf noch immer unentschieden steht. Ich persönlich liebe den Golden Score, weil er zeigt, wer wirklich den längeren Atem hat und den Sieg am meisten will. Es ist der Moment, in dem die Strategie oft an ihre Grenzen stößt und der pure Wille entscheidet. Hier hat sich auch einiges getan, um die Entscheidungsfindung noch klarer und spannender zu gestalten.
Wenn jede Wertung zählt
Wenn nach der regulären Kampfzeit kein Sieger feststeht – also die Wertungen gleich sind oder keine Wertung erzielt wurde, unabhängig von der Anzahl der Shidos – geht es in den Golden Score. Und hier wird es richtig spannend: Die erste Wertung oder Strafe beendet den Kampf sofort! Das ist der Moment, in dem man als Kämpfer noch einmal alles gibt, weil man weiß, dass jede Aktion entscheidend sein kann. Das unterscheidet sich von früheren Regelungen, wo unter Umständen auch Shidos den Golden Score entscheiden konnten. Jetzt muss es eine technische Wertung sein (Yuko, Waza-ari oder Ippon) oder ein direktes Hansoku-make, um den Kampf zu beenden. Alle Wertungen und Strafen aus der regulären Kampfzeit bleiben auf der Anzeigetafel sichtbar. Das finde ich persönlich sehr gut, denn es würdigt die Leistung, die bereits in der regulären Kampfzeit erbracht wurde, und lässt sie nicht einfach verschwinden. Es ist ein kontinuierlicher Kampf, der im Golden Score seinen Höhepunkt findet.
Kein Zeitlimit, volle Intensität
Das Beste am Golden Score: Es gibt kein Zeitlimit! Der Kampf geht weiter, bis eine entscheidende Wertung fällt. Das fordert die Athleten physisch und mental bis aufs Äußerste. Ich habe Kämpfe gesehen, die im Golden Score über Minuten gingen und in denen die Kondition den Ausschlag gab. Manchmal ist es nur ein winziger Fehler, eine kurze Unaufmerksamkeit, die dann zum Ende führt. Für die Zuschauer ist das pure Dramatik. Und als Trainer weiß ich, wie wichtig es ist, die Athleten nicht nur technisch, sondern auch mental auf diese Phase vorzubereiten. Es ist nicht nur eine physische Schlacht, sondern auch ein Kampf der Nerven.
Griffe & Bewegungen: Was ist erlaubt, was nicht?

Der Griffkampf, oder Kumi-kata, ist im Judo enorm wichtig. Er ist der Beginn fast jeder Technik und entscheidet oft darüber, wer die Initiative ergreifen kann. Daher gab es hier immer wieder Anpassungen, um sicherzustellen, dass der Kampf dynamisch bleibt und nicht in einem statischen Griffhalten endet. Ich persönlich finde, dass ein guter Griffkampf genauso spannend sein kann wie ein spektakulärer Wurf. Es ist wie ein Schachspiel auf der Matte, bei dem man versucht, den Gegner auszumanövrieren.
Freiheit im Griff, aber mit Verantwortung
Die IJF hat hier ein paar interessante Lockerungen vorgenommen. Alle Griffe am Judogi, auch unterhalb des Gürtels bis zur Höhe des oberen inneren Oberschenkels, sind jetzt erlaubt. Das gibt den Kämpfern mehr Möglichkeiten, kreativ zu werden und ihren Stil zu entfalten. Ich erinnere mich an Zeiten, da wurde fast jeder „unorthodoxe“ Griff sofort mit Shido bestraft. Das ist jetzt anders. ABER: Diese Griffe dürfen nicht negativ oder passiv eingesetzt werden, um Angriffe des Gegners zu verhindern oder zu zerstören. In solchen Fällen gibt es sofort ein Shido. Das ist eine super Regel, denn sie fördert offensive Judoka und verhindert, dass sich Kämpfer einfach nur festhalten, um die Zeit ablaufen zu lassen. Auch das Lösen des gegnerischen Griffs ist unter bestimmten Bedingungen erlaubt, wenn man sofort einen eigenen, besseren Griff ansetzt. Das erfordert schnelles Denken und Handeln, was dem Sport zugutekommt.
Verbotene Manöver: Kopf, Beine und Co.
Es gibt aber auch ganz klare Tabus, die der Sicherheit dienen. Das Einhaken der Beine mit der Hand oder dem Arm unterhalb des oberen inneren Oberschenkels bleibt verboten und wird mit Shido bestraft. Auch das Greifen in die Hose bleibt größtenteils tabu. Und eine Regel, die besonders für unsere jüngeren Judoka wichtig ist: Der Einsatz des Kopfes zum Werfen oder zur Verteidigung ist bei Senioren wieder erlaubt, bei Jugendlichen und Kadetten (U18) wird dies jedoch streng mit Shido bestraft. Bei gefährlichen Techniken, wie dem Kopf auf die Matte bringen (Diving), gibt es sogar Hansoku-make. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Athleten in verschiedenen Altersklassen zu schützen und Risiken zu minimieren. Ich habe selbst schon erlebt, wie schnell eine Kopfverletzung passieren kann, und da ist es absolut richtig, hier konsequent zu sein.
Die Rolle des Kampfrichters: Menschlichkeit am Mattenrand
Kampfrichter haben es oft nicht leicht. Sie stehen unter enormem Druck, müssen in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Und dabei sollen sie auch noch den Überblick über das gesamte Kampfgeschehen behalten, die Regeln anwenden und gleichzeitig den “Geist des Judo” wahren. Als Zuschauer sehen wir oft nur den Pfiff, aber dahinter steckt so viel mehr. Ich habe großen Respekt vor ihrer Arbeit und weiß, dass sie sich ständig weiterbilden müssen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Immer auf dem neuesten Stand
Die IJF und nationale Verbände wie der DJB organisieren regelmäßig Seminare und Schulungen für Kampfrichter. Es ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung, um die Kenntnisse zu verbessern und die Urteilsfähigkeit zu schärfen. Ich finde es toll, dass die Kampfrichter aktiv dazu ermutigt werden, Rückmeldungen und Ratschläge von erfahrenen Kollegen einzuholen und sich in freundlichen Diskussionen über Verbesserungen auszutauschen. Das zeigt, dass auch sie Teil der Judo-Familie sind und dass es allen um das Wohl unseres Sports geht. Persönlich finde ich es beruhigend zu wissen, dass die Menschen, die unsere Kämpfe leiten, so engagiert und professionell sind.
Fairness und Autorität
Der Kampfrichter ist die zentrale Autorität auf der Matte. Er oder sie muss den Wettkampf leiten, die Übersicht bewahren und die IJF-Wettkampfregeln durchsetzen. Dabei ist es wichtig, dass sie frei von Interessenkonflikten bleiben und sich während des Wettkampfs im vorgesehenen Bereich aufhalten, ohne mit Athleten oder Trainern zu plaudern. Eine Neuerung, die ich als besonders positiv empfinde, ist die verstärkte Nutzung von Video-Replays, um strittige Entscheidungen zu überprüfen. Das gibt dem Kampfrichter eine zusätzliche Sicherheit und sorgt für mehr Gerechtigkeit im Sport. Manchmal ist der Blickwinkel von der Matte aus einfach schwierig, und da ist es gut, wenn man eine zweite Chance zur Begutachtung hat. Das ist auch ein wichtiges Signal an die Athleten, dass jede Entscheidung sorgfältig und fair getroffen wird.
| Begriff (Deutsch) | Japanisch | Bedeutung / Auswirkung |
|---|---|---|
| Volle Wertung, sofortiger Sieg | Ippon | Sauberer Wurf mit Kraft, Geschwindigkeit, Kontrolle auf den Rücken ODER 20 Sekunden Haltegriff ODER Aufgabe des Gegners. Kampfende. |
| Halbe Wertung | Waza-ari | Wurf, der einem Ippon nahekommt, aber ein Kriterium fehlt ODER 10-19 Sekunden Haltegriff. Zwei Waza-ari ergeben einen Ippon. |
| Kleine Strafe / Verwarnung | Shido | Für leichte Regelverstöße wie Passivität, unerlaubte Griffe (negativ eingesetzt), oder unordentlichen Judogi (nach dem ersten Mal). Drei Shidos führen zu Hansoku-make. |
| Disqualifikation | Hansoku-make | Für schwere Regelverstöße, gefährliche Techniken ODER das dritte Shido. Führt zum sofortigen Kampfende. |
| Stopp! / Unterbrechung! | Mate! | Kampfunterbrechung, z.B. bei Mattenrandüberschreitung ohne Absicht. |
| Kampf fortsetzen! | Hajime! | Kommando zum Beginn oder zur Wiederaufnahme des Kampfes. |
Das Comeback des Yuko: Bodenkampf im neuen Licht
Wie ich schon kurz angeteasert habe, gibt es eine Regeländerung, die mich persönlich total begeistert: Der Yuko kehrt zurück! Für viele von uns, die schon länger dabei sind, war der Yuko ein fester Bestandteil des Judosystems, dessen Fehlen in den letzten Jahren oft diskutiert wurde. Ich finde es großartig, dass diese Wertung wieder eingeführt wird, denn sie bringt eine ganz neue Dynamik, vor allem im Bodenkampf. Gerade in Situationen, wo ein Waza-ari vielleicht zu hoch gegriffen wäre, aber eine Aktion definitiv mehr als nur eine “Chance” war, bietet der Yuko jetzt die passende Anerkennung.
Yuko in Ne-Waza: Fünf Sekunden, die zählen
Ab dem Paris Grand Slam 2025 wird der Yuko offiziell wieder eingeführt. Und das ist besonders relevant für die Ne-waza, also den Bodenkampf. Ein Yuko wird jetzt nach fünf Sekunden Haltezeit vergeben. Das ist eine wirklich spannende Neuerung! Früher musste man für einen Waza-ari mindestens 10 Sekunden halten. Jetzt gibt es schon nach 5 Sekunden eine Wertung, die den Druck auf den Gegner erhöht und Angriffe im Boden belohnt. Ich habe immer gedacht, dass die Bodenarbeit oft unterschätzt wird und es schwierig war, für gute Ansätze belohnt zu werden, die aber noch nicht ganz für einen Waza-ari reichen. Mit dem Yuko bekommen diese Aktionen jetzt ihre verdiente Anerkennung. Es bedeutet, dass jeder Ansatz, jede Kontrolle im Boden jetzt noch wichtiger wird und zu einer potenziellen Wertung führen kann.
Strategische Tiefe im Bodenkampf
Diese Wiedereinführung des Yuko wird die Strategie im Bodenkampf deutlich beeinflussen. Man kann jetzt gezielter auf kleine Wertungen hinarbeiten, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Das gibt Athleten, die im Ne-waza besonders stark sind, eine zusätzliche Möglichkeit, ihre Überlegenheit zu zeigen. Ich kann mir vorstellen, dass wir dadurch noch mehr spannende Übergänge vom Stand in den Boden sehen werden und dass die Kämpfer noch kreativer werden, um diese 5-Sekunden-Marke zu erreichen. Für Trainer und Athleten bedeutet das auch, die Ne-waza-Trainings noch intensiver zu gestalten und neue Strategien zu entwickeln, um den Yuko gezielt einzusetzen oder eben zu verteidigen. Ich freue mich schon darauf, wie sich das auf die Wettkämpfe auswirken wird!
글을마치며
Puh, da haben wir uns ja durch eine ganze Menge neuer Regeln gewühlt! Ich hoffe wirklich, dass diese detaillierte Betrachtung euch hilft, die bevorstehenden Wettkämpfe mit einem noch besseren Verständnis zu verfolgen oder selbst als Athlet noch erfolgreicher zu sein. Für mich persönlich steht fest: Die IJF hat mit diesen Anpassungen wieder einmal gezeigt, dass sie unseren geliebten Sport weiterentwickeln möchte – hin zu mehr Fairness, Dynamik und vor allem spannenderen Kämpfen für uns alle. Es ist ein lebendiger Sport, der sich ständig anpasst, und genau das macht Judo so faszinierend. Bleibt am Ball, denn die Matte ruft immer wieder aufs Neue!
알아두면 쓸모 있는 정보
1. Judogi-Kontrolle: Ab 2025 müssen Judogis ab U15 exakte Maße einhalten. Eine Vorkontrolle ist bis zu zwei Tage vor dem Wettkampf möglich, um Stress am Kampftag zu vermeiden und faire Bedingungen zu garantieren.
2. Yuko kehrt zurück: Besonders im Bodenkampf (Ne-waza) wird der Yuko ab dem Paris Grand Slam 2025 nach fünf Sekunden Haltezeit vergeben. Das belohnt aktive Bodenarbeit und bringt mehr strategische Tiefe.
3. Strafen verschärft: Bereits das dritte Shido führt jetzt zum Hansoku-make und damit zur Disqualifikation. Dies soll Judoka zu aktiveren und saubereren Kampfweisen anhalten und Passivität unterbinden.
4. Golden Score Entscheidungen: Im Golden Score entscheidet nun die erste erzielte technische Wertung (Yuko, Waza-ari, Ippon) oder ein direktes Hansoku-make den Kampf. Alle Wertungen und Shidos aus der regulären Kampfzeit bleiben sichtbar.
5. Grifffreiheit mit Grenzen: Mehr Griffe sind erlaubt, solange sie offensiv eingesetzt werden. Negatives oder passives Greifen, insbesondere in die Hose oder mit unterlaufenden Beinen, wird weiterhin strikt mit Shido geahndet, um den Kampf flüssig zu halten.
중요 사항 정리
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neuesten IJF-Regeländerungen darauf abzielen, das Judo noch attraktiver und fairer zu gestalten. Durch präzisere Judogi-Vorgaben werden unfaire Vorteile minimiert. Die Rückkehr des Yuko wertet den Bodenkampf auf und schafft neue taktische Möglichkeiten. Die Verschärfung bei Shidos und die klaren Entscheidungen im Golden Score fördern eine offensive Kampfweise. Auch im Griffkampf gibt es mehr Freiheit für Angriffe, während gefährliche Techniken und passives Verhalten weiterhin konsequent geahndet werden. All dies sorgt für dynamischere Kämpfe und eine noch bessere Übersichtlichkeit für Zuschauer und Athleten. Es ist ein Zeichen dafür, dass Judo ein lebendiger und sich ständig weiterentwickelnder Sport ist, der stets bestrebt ist, sein volles Potenzial auszuschöpfen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: -Regeln ändern sich gefühlt jedes Jahr! Was sind denn aktuell die größten Neuerungen oder die Punkte, auf die man jetzt besonders achten muss, damit man im nächsten Kampf nicht plötzlich eine unerwartete Strafe kassiert oder eine Wertung nicht versteht?
A: 2: Du hast völlig recht, die Internationale Judo-Föderation ist immer bestrebt, unseren Sport noch spannender und fairer zu gestalten, und das führt eben zu regelmäßigen Anpassungen.
Aus meiner persönlichen Sicht, die ich über Jahre auf der Matte und als Beobachter am Mattenrand gesammelt habe, gibt es da ein paar ganz entscheidende Punkte, die man unbedingt im Kopf haben sollte.
Eines der wichtigsten Dinge ist die noch stärkere Betonung des Angriffsjudos. Passivität wird einfach nicht mehr geduldet, und das ist auch gut so! Wenn ich an früher denke, da gab es oft lange Phasen, in denen kaum etwas passiert ist.
Heute bekommst du viel schneller ein Shido, wenn du keine aktive Technik zeigst oder den Griffkampf nicht führst. Das bedeutet: Wer gewinnen will, muss attackieren!
Außerdem wurde der Ablauf im Golden Score immer wieder angepasst, um schnellere und klarere Entscheidungen zu ermöglichen. Es ist nicht mehr nur eine Frage der Ausdauer, sondern wirklich des aktiven Suchens nach einer Wertung.
Ein weiterer Punkt, der oft zu Diskussionen führt, ist die Definition von Waza-ari und Ippon, besonders bei Würfen, die nicht ganz auf dem Rücken landen.
Manchmal sieht ein Wurf für uns Laien fantastisch aus, aber wenn die volle Kontrolle fehlt oder der Gegner nicht mit vollem Rücken aufkommt, ist es eben „nur“ ein Waza-ari.
Mein Tipp aus der Praxis: Beobachtet genau, wie die Kampfrichter die Griffkampf-Regeln handhaben. Manchmal wird das Greifen unterhalb des Gürtels, auch im Stand, wenn es nicht direkt mit einer Technik verbunden ist, sofort mit Shido geahndet.
Es ist ein schmaler Grat, und man muss wirklich aufmerksam sein! Q3: Sprechen wir doch mal Klartext über die Wertungen und Strafen. Wie genau unterscheiden die Kampfrichter zwischen einem Waza-ari und einem Ippon?
Und wann gibt es eigentlich ein Shido, oder wann fliegt man sogar mit Hansoku Make von der Matte? A3: Das ist eine super wichtige Frage, denn hier liegen oft die größten Missverständnisse!
Aus meiner Sicht als jemand, der unzählige Würfe gefühlt, geworfen und empfangen hat, ist der Unterschied zwischen Waza-ari und Ippon im Grunde ganz einfach, aber in der Praxis manchmal eben doch tricky.
Ein Ippon ist der Jackpot, der sofortige Sieg! Dafür muss dein Gegner mit erheblicher Kraft und Geschwindigkeit und vor allem mit vollem Rücken auf die Matte geworfen werden, und du musst die Technik kontrolliert ausgeführt haben.
Denk an einen perfekten O-goshi, bei dem dein Partner wie ein Brett flach auf dem Rücken landet – das ist Ippon! Ein Waza-ari hingegen ist ein “halber Punkt”.
Das bedeutet, es fehlt an einem der Ippon-Kriterien. Vielleicht war der Wurf nicht mit voller Kraft, oder die Landung war nicht ganz auf dem Rücken, sondern eher auf der Schulter oder Seite, oder die Kontrolle fehlte ein bisschen.
Zwei Waza-ari ergeben übrigens einen Ippon, das kennen wir ja. Bei den Strafen, den sogenannten Shidos, da wird es richtig interessant und oft emotional!
Ein Shido ist im Prinzip eine Verwarnung. Das bekommst du, wenn du passiv bist, also keine Angriffsbemühungen zeigst, den Griffkampf absichtlich vermeidest oder auch mal unerlaubt greifst.
Ich habe selbst schon Shidos kassiert, weil ich dachte, ich würde strategisch abwarten, aber für den Kampfrichter sah es eben nach Passivität aus. Das ist eine Ermessensfrage, und da ist es wichtig, dass du immer zeigst, dass du den Kampf gestalten willst.
Nach drei Shidos ist übrigens Schluss, dann ist es Hansoku Make und du hast verloren. Aber Vorsicht: Es gibt auch direkte Hansoku Make-Situationen, die richtig bitter sind!
Das sind die Fälle, in denen die Gesundheit des Gegners gefährdet wird, zum Beispiel bei verbotenen Angriffen auf Gelenke, den Kopf oder Nacken. Auch unsportliches Verhalten kann direkt zum Ausschluss führen.
Ich erinnere mich an einen Wettkampf, bei dem ein Judoka seinen Gegner nach dem Kampf absichtlich festgehalten hat – sofortiger Ausschluss! Man muss sich immer vor Augen halten: Judo ist ein Kampfsport mit strengen Regeln, die uns alle schützen sollen.
Wer das nicht beherzigt, hat auf der Matte nichts verloren.






